Giro-e Pay-T: Bezahlterminal für Ladestationen

Mit Giro-e Pay-T, dem neuen Bezahlterminal für Ladestationen, präsentiert die GLS Mobilität auf der Messe „Flotte! Der Branchentreff“ in Düsseldorf noch bis zum 16. September 2021 das neueste Produkt aus der eigenen Innovationsschmiede. Das innovative Bezahlmodul kann wahlweise frei stehend neben Ladesäulen oder auch an Hauswänden installiert werden.

Insbesondere für mehrere Ladestationen an einem Ort bietet sich Giro-e Pay-T an. Am Touchscreen des Terminals wird der jeweilige Ladepunkt ausgewählt und der Ladevorgang startet. Die Bezahlung ist kontaktlos mit allen Giro- und Kreditkarten möglich. Ein weiterer Vorteil: Display und Pin-Pad liegen versteckt im Gehäuse und fahren nur bei Bedarf heraus. Die Technik ist so vor Wetter und Vandalismus geschützt.

„Mit unserem neuen Produkt reagieren wir schon jetzt auf die Anpassungsvorschläge zur Ladesäulenverordnung, egal in welcher Form diese letztlich verabschiedet wird. Für den stark steigenden Bedarf an kleinen Ladeparks bieten wir damit die perfekte Bezahllösung als Ergänzung zu den bestehenden Systemen“, so Uwe Nehrkorn, technischer Leiter von Giro-e.

Das unabhängig montierbare Terminal Giro-e Pay-T arbeitet völlig autark von Ladestationen. Es bietet ein integriertes Display mit kontaktlosem PCI-DSS-zertifiziertem Kreditkartenleser, PIN-Eingabemöglichkeit sowie SIM-Modem. Die technische Anbindung funktioniert herstellerübergreifend bei jedem Ladesäulen-Modell via OCPP 1.6, das am Giro-e TCC Backend oder an einem der kooperierenden Partner-Backends von Giro-e angebunden ist, soweit diese Remote-Starts via OCPI unterstützen.

Das Bezahlterminal Pay-T ist komplett in die kaufmännischen Module von Giro-e integriert. Damit erfüllt es alle Anforderungen, die über das deutsche Eichrecht an die Belegbereitstellungspflicht gestellt werden.

 

Auswirkungen der neuen LSV auf Giro-e

 


Ergänzung 18.06.2021:

Die Verabschiedung der neuen LSV wurde aus der Tagesordnung des Bundesrates am 25.06.2021 gestrichen. Unseres Wissens liegen Änderungsanträge aus mehreren Bundesländern zur LSV und zum SchnellLG vor, die leider nicht öffentlich verfügbar sind. Wir hoffen, dass diese auch die Zahlungsterminalpflicht thematisieren.

Die nächste Plenarsitzung des Bundesrates ist angesetzt nach der Sommerpause am 17.09.2021. Bis dahin kann eine weitere Meinungsbildung bei den Politikern der Länder erfolgen. Unter anderem der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat hier für Ende Juni eine eigene Veranstaltung geplant. Bitte bringen Sie sich in Ihren Ländern aktiv mit in die Thematik ein, falls Sie ebenfalls die Verpflichtung zu Zahlungsterminals kritisch sehen.


 

13.05.2021: Neue Ladestationen benötigen ab Sommer 2023 ein eigenes Zahlungsterminal für Debit- und Kreditkarten. Mit dieser ersten Stellungnahme geben wir eine kurze Einschätzung aus unserer Sicht. Individuelle Fragen stellen Sie uns gerne direkt via Mail an support[bei]giro-e.de – hier kann es aktuell aber zu erhöhten Bearbeitungszeiten kommen.

Grundlage für die Beurteilung sind diese aktuell vorliegenden Artikel und Dokumente:
Bundeskabinett beschließt Änderung der Ladesäulenverordnung (bundesregierung.de)
BMWi – Spontanes Laden von E-Autos wird einfacher
210511-infopapier-aenderung-der-ladesaaeulenverordnung.pdf (bmwi.de)
zweite-verordnung-bmwi-zur-aenderung-der-ladesaeulenverordnung.pdf


Was bedeutet zusammenfassend die neue LSV für den Einsatz von Giro-e?

Giro-e kann die kommenden zwei Jahre bedenkenlos weiter in neue Ladesäulen integriert werden. Die Übergangsfrist läuft bis 30.06.2023, bis zu diesem Zeitpunkt in Betrieb genommene Ladestationen müssen nicht nachgerüstet werden.

Was gilt ab 01.07.2023?

Erst ab Sommer 2023 müssen neue öffentliche Ladestationen mit einem für Ad-Hoc-Zahlung geeigneten Zahlungsterminal ausgestattet sein. Damit kann die Bezahlung zum Beispiel per Girocard, Kreditkarte, GooglePay oder ApplePay erfolgen. Die Hersteller und wir haben somit zwei Jahre Zeit für entsprechende Produktentwicklungen.

Was definiert eine öffentliche Ladestation?

Eine Ladestation gilt als öffentlich, wenn sie nicht ausschließlich für einen klar abgrenzbaren und namentlich bestimmbaren Nutzerkreis vorgesehen ist.

Öffentlich sind somit: alle frei erreichbaren Ladestationen auf kommunalem Grund, an Tank- und Rastplätzen, aber auch an Supermärkten, Restaurants, auf beliebigen Kundenparkplätzen oder in Parkhäusern.

Nicht öffentlich sind: als privat gekennzeichnete Stellplätze, CarSharing-Parkflächen, Ladepunkte für Mitglieder (Fitnessstudio, Golfplatz, …) oder Hotelgäste sowie Unternehmensstellplätze im Kern für Mitarbeiter*innen und Gäste.

Was heißt diese Anpassung für die Giro-e Module?

Giro-e public: Inbetriebnahmen bis 30.06.2023 sind weiterhin möglich und empfohlen. Diese Ladestationen müssen später nicht nachgerüstet werden. Danach muss ein angepasstes Zahlungsmodul verwendet werden, das wir bis dahin mit unseren Hardware-Partnern entwickeln werden.

Giro-e work: Die LSV-Änderungen betreffen Ladesäulen auf dem Unternehmensgelände nicht. Die Girokarte kann dauerhaft zur Identifikation und Abrechnung der Mitarbeiter*innen-Ladevorgänge genutzt werden wie bisher auch.

Giro-e home: Ladevorgänge „zu Hause“ sind nicht öffentlich. Auch hier besteht kein Änderungsbedarf.

Giro-e refund: die Ladestationsverwaltung und Abrechnung für Dritte ist ebenfalls weiterhin dauerhaft möglich. Soweit hier auch public-Ladepunkte betroffen sind, wird dort ab 01.07.2023 nur die dann neu freigegebene Hardware verwendet werden dürfen.

Welche Auswirkungen hat das Eichrecht auf die neuen Regelungen?

Wir erwarten zum jetzigen Zeitpunkt, dass eine aktualisierte Baumusterprüfung für die zukünftigen Ladestationen mit Bezahlterminal erforderlich wird. Der Grund ist nach Mess- und Eichrecht die eindeutige Zuordnung eines signierten Messwert-Datensatzes zur/m Nutzer*in. Dies lösen wir bisher über die eindeutige IBAN und unsere SEPA-ID als Identifikator.

Bei Kreditkartennutzung liegen diese Information aus Sicherheitsgründen nicht vor. Ebenfalls ist der Umsatztext einer Kreditkartenbuchung kürzer sowie der Zeitraum der Bereitstellung ggf. länger. Beides entspricht nicht den Wünschen der Prüfungsinstitute. Die Belegserver-Funktionen müssen somit neu gestaltet werden. Grundsätzlich ist Giro-e aber bereits jetzt dafür vorbereitet.

Was sind die nächsten Schritte bei Giro-e?

Schon seit einigen Wochen sind wir aktiv in der Produkt-Weiterentwicklung. Wir haben gute Ideen und starke Kooperationen, um unsere bisherigen Hardware-Partner tatkräftig bei ihrer Weiterentwicklung unterstützen zu können. Es ist davon auszugehen, dass wir von unserer Seite bis zum Herbst 2021 die Erweiterung unserer Module fertiggestellt haben, so dass die Ladesäulen-Hersteller Tests und Rezertifizierung mit ausreichend zeitlichem Vorlauf durchführen können.

Ergänzend werden wir Giro-e immer weiter zum günstigen und hochmodernen Backend-Produkt entwickeln. Auch hier gibt es schon zahlreiche Ansätze und Module, die jede Art der kaufmännischen Anforderungen aus der Praxis abdecken kann. Als ein Beispiel seien mögliche Sammelabrechnungen von Dauernutzern auch über die Girokarte genannt, ein Wunsch aus der Immobilien-Branche.

Mit Ihrer Wahl von Giro-e treffen Sie die richtige Entscheidung in ein zukunftsgewandtes Backend-System.

 

 

Vollbremsung durch Novellierung der Ladesäulenverordnung am 12.05.21


Neue Ladesäulenverordnung verabschiedet
– Haltung der GLS Mobilität zu der aktuellen Diskussion, vor allem im Hinblick auf die im Raum stehende VerpflichtungKartenlesegeräte für Debit- und Kreditkatenzahlungen einsetzen zu müssen.

 

Obwohl die GLS Bank mit Giro-e selbst die niederschwellige Ad-Hoc-Bezahlung mit deutschen Girokarten an Ladesäulen anbieten, sind wir gegen eine verpflichtende Ausstattung von neuen Säulen mit Kartenterminals.  

  1. Die aktuell am Markt verfügbaren Kartenterminals erfordern umfangreiche Anpassungen von Hard- und Software in den Ladestationen, insbesondere im hybriden Parallelbetrieb für gängige Roaming-Ladekarten. Dies führt zu spürbar höheren Kosten pro Ladesäule und steht damit vorgesehenen Investitionen im Weg.  
  2. Die Nutzung von „anonymen“ Ad-Hoc-Kreditkartennutzungen an Ladestationen widerspricht den Anforderungen aus Eichrecht, nach dem Lade-Ende Ihre Ladedatensätze auch nachträglich abrufen können müssen, um die Messwerte digital signiert zu überprüfen. Die Verknüpfung zwischen anonymem Zahlweg und nutzungsbeziehbaren Messwerten führt zu neuer Software-Entwicklung, die ggf. sogar in eine zeitaufwändige Rezertifizierung bei den Baumusterprüfungen führt. Die vergangene Erfahrung zum Eichrecht zeigt, wie lange und aufwändig dieser Prozess sein kann. 
  3. Ladestationsbetreiber werden ihre aktuellen Investitionen zurückstellen, bis die Hersteller in vermutlich frühestens einem Jahr die überarbeiteten Ladesäulen mit Debit-/Kreditkartenterminal lieferfähig anbieten können. Dies verzögert entscheidend den weiteren aktuellen Ausbau der Ladestationen und wird bei gleichzeitig wachsender Nachfrage beim Kauf von E-Autos zu einem Ungleichgewicht führen. 
  4. Für Privatnutzer mögen Ad-Hoc-Bezahlmöglichkeiten mit Debit- oder Kreditkarten sinnvoll sein, für den Flotten- und Dienstwagengebrauch sind diese untauglich. Hier werden für gesammelte Monatsabrechnungen zwingend Roaming-Karten, wie die bisherigen Benzin-Tankkarten, benötigt. 
  5. Die fehlende Unterscheidung zwischen DC-Schnellladern und AC-Normalladestationen / „Laternenlader“ für das Payment entspricht nicht den tatsächlichen Bedürfnissen aus Nutzersicht und den betriebswirtschaftlich sinnvollen Möglichkeiten aus Hersteller- bzw. Betreibersicht. Ebenso wäre eine Unterteilung in „echte“ öffentliche Ladeinfrastruktur und halböffentliche (auch von Gästen nutzbare) Stationen bei Unternehmen hilfreich, um neue Mindestanforderungen zu definieren.
  6. In der gesamten EU gibt es unseres Wissens kein einziges Land, das ebenfalls zwingend Debit-/Kreditkartenleser einführen will. Dieser nationale Alleingang schießt weit über das gewünschte Ziel hinaus. Mit freiwilligen Angeboten kann der Markt sich selbst gestalten. 
  7. Die bereits genormte Authentifizierungsmethode ISO 15118 „Plug&Charge“ steht kurz vor der Einführung. In einigen Jahren wird es selbstverständlich sein, dass Autos sich direkt an der Ladesäule identifizieren und darüber abgerechnet werden kann. Es ist somit relativ unsinnig, jetzt noch zwanghaft in „Vergangenheitstechnik“ investieren zu müssen.  

Mit dieser verpflichtenden Vorgabe finden wir uns nicht in unserem Zukunftsbild der GLS Mobilität wieder. Gerade in Bezug auf die Qualität Zugänglichkeit/Barrierefreiheit“, die in unserem Handeln die Schaffung technisch niedrigschwelliger und bezahlbarer Nutzungsangebote impliziert. Beispielsweise durch unser Bezahlsystem Giro-e ermöglichen wir bereits jetzt ein kostengünstiges und einfaches kontaktloses Bezahlen nur über die Nutzung der Girokarte mit einem transparentem Preisangebot vor Ladestart. Auch ohne Verpflichtung in der Ladesäulenverordnung arbeiten wir daran, Kreditkartenzahlungen optional via Terminals zu integrieren, gleichwohl sind wir überzeugt, dass weitere niedrigschwellige Zugänge unabdingbar sind, wozu schließlich auch Roaming oder Flottenkarten gehören.  

Die jetzige zwingende Vorgabe, PCI-zertifizierte Kartenlesegeräte einzusetzen, stellt weitere Hürden für einen schnellen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf und erhöht die Anforderungen an den wirtschaftlichen Betrieb.  

Wir benötigen dringend einen flächendeckenden „tiefgrünen“ Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die Elektromobilität zu fördern und die Dominanz klimaschädlicher Verbrenner zu beenden. Die Verpflichtung von Kreditkartenlesern an Ladesäulen könnte dieser Vision folgeträchtig im Weg stehen.


Unsere Empfehlung daher an die aktuellen Entscheider:

Definieren Sie für Ladepunkte präzisere Kategorien und stimmen die Anforderungen darauf ab, zum Beispiel für LSV §2 Abs. 9.a.+b.

9a. ist ein Ladepunkt „primär öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer eines Ladepunktes die Abgabe von Ladestrom als wesentliche Erwerbstätigkeit durchführt und am jeweiligen Standort keiner anderen übergeordneten Geschäftstätigkeit nachgeht.

9b. ist ein Ladepunkt „nachrangig öffentlich“ (oder „untergeordnet öffentlich“) zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort einem anderen Haupterwerb nachgeht und die Ladestation im Wesentlichen zur Eigennutzung sowie für Kunden, Mitarbeitende oder Gäste bereit gestellt wird.

9c. ist ein Ladepunkt „nicht öffentlich“ zugänglich, wenn der Eigentümer des Ladepunktes am Standort die Nutzung durch physische oder digitale Sperrung für Dritte verhindert.

Daraus folgt für LSV §4 dann eine solche Anpassung

2. An primär öffentlich zugänglichen Schnell-Ladepunkten oder in dessen unmittelbarer Nähe muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mittels eines gängigen Debit- und  kreditkartenbasierten Zahlungssytems ermöglicht werden. Die Menüführung muss mindestens die Sprachen Deutsch und Englisch berücksichtigen. Weiterhin muss der Zugang über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.

3. An primär öffentlichen Normal-Ladepunkten muss die Authentifizierung und der Zahlungsvorgang mindestens über ein webbasiertes Zahlungssystem kostenlos ermöglicht werden. Zusätzlich sind Roaming-Ladeverträge zu akzeptieren.

4. An nachrangig öffentlichen Ladepunkten sowie an allen Normal-Ladepunkten muss mindestens ein webbasiertes Zahlungssystem angeboten werden.

5. Weitere Zugangsmöglichkeiten an öffentlichen Ladepunkten sind freiwillig.

 

Mit einer solchen neuen Klassifizierung kann der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur gut unterstützt werden. Unnötige Kosten, gerade an nachrangig öffentlichen Ladepunkten, werden damit vermieden, gleichzeitig wird der Komfort und die allgemeine Verfügbarkeit für die Nutzer*innen erhöht.

Westfalen Weser Netz setzt auf Giro-e

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes wurden die ersten Säulen rund um Paderborn erfolgreich mit Giro-e ausgestattet. Wir freuen uns sehr über diesen gemeinsamen Erfolg und verweisen gerne auf den veröffentlichten Pressetext:

Zusammen mit Kooperationspartnern hat die Westfalen Weser Energie-Gruppe die punktuelle EC-Karten-Zahlung an öffentlichen, eichrechtskonformen Elektro-Ladepunkten umgesetzt. Zukünftig können Nutzer mit Girokarten (EC-Karten) über das NFC-Verfahren (RFID-Chip, der auf neuen EC-Karten implementiert ist) bequem kontaktlos und per Lastschriftverfahren bezahlen – ohne vorherige Anmeldung oder Registrierung. „Pilotsäulen“ stehen im Kreis Paderborn (Lichtenau, Paderborn). Nach erfolgreichen Tests soll die Funktion auch auf weitere WWE-Ladesäulen im Netzgebiet ausgerollt werden.

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Giro-e jetzt auch mit Zeitpreis für Langzeitnutzer

Giro-e wird ständig im Hintergrund weiterentwickelt. In unserem Backend sind mit dem letzten Release 1.3 zahlreiche Features hinzugekommen wie eine verbesserte Suchfunktion in den Ladedatensätzen, noch mehr Möglichkeiten das Rabattmodul zu konfigurieren, eigene Flottenkarten besonders komfortabel zu aktivieren und…

den Zeitpreis erst mit einer individuellen Verzögerung starten zu lassen.

So kann nun auch eine überwiegend kWh-basierte Abrechnung konfiguriert werden und nur Langzeitnutzer werden mit einem zusätzlichen Zeitpreis versehen. Warum für Betreiber eine Zeitabrechnung ab der ersten Minute dennoch sinnvoller sein kann, haben wir im letzten Beitrag bereits beleuchtet.

Wie immer gilt in Giro-e: jeder Betreiber entscheidet für sich selbst und wählt genau das Modell, das seinen Standorten und dem Nutzungsverhalten dort eine größtmögliche Auslastung ermöglicht. Welche Konditionen eingestellt wurden, ist vor Ladestart transparent im Display als Ladeangebot sichtbar und muss vom Nutzer explizit bestätigt werden.

 

PTB bestätigt Giro-e als Ad-Hoc-Bezahlverfahren

Die aktuelle Baumusterprüfbescheinigung der Ladesäulen von Compleo Charging Solutions mit dem Speicher- und Anzeigemodul „SAM®“ enthält explizit auch Giro-e als Ad-Hoc-Bezahlverfahren zum punktuellen Laden. Die Prüfung hat sämtliche Prozessschritte eines Ladevorgangs durchleuchtet. Hier die für Giro-e wesentlichen Auszüge der Begründung:

Geprüft wurde „Punktuelles Laden ohne Dauerschuldverhältnis in Abwesenheit einer der Parteien des Geschäftsvorganges.[…] Der vertrauenswürdige dauerhafte Nachweis [einer eichrechtskonformen Messwertverwendung] […] kann beim punktuellen Laden mittels (kontaktloser) Zahlungskarte über den Kontoauszug erfolgen“.

Und in der Prozessbeschreibung wird dazu ausgeführt: „Die Authentifizierung des Kunden an einer Ladeeinrichtung erfolgt […] durch eine RFID-fähige Zahlungskarte (z.B. kontaktlose Girokarte). Auf Basis der Personenidentifizierungsdaten aus der Zahlungskarte werden transaktions- bzw. vertragsabhängige Personenidentifizierungsdaten (z.B. SEPA-ID) generiert […] und mit den Messwerten aus den MID-Zählern zusammengeführt.“

Die PTB bestätigt damit zu 100% unsere Herangehensweise an eine pseudonyme und möglichst sparsame Datenhaltung bei gleichzeitiger nachvollziehbarer Identifizierung.

Damit sind alle aktuellen Ladesäulen von Compleo Charging Solutions mit SAM®-Modul, sowohl für die AC Normalladung als auch für die DC Schnellladung (voraussichtlich ab Ende Q1/2020 verfügbar), voll eichrechtskonform mit Giro-e einsetzbar.

Hier geht es zur Pressemitteilung von Compleo Chargins Solutions.

 

Giro-e präsentiert Online-Kreditkartenzahlung zur Messe eMove360°

Das Konzept der einfachen Girokarten-Leser in Ladesäulen kommt sehr gut an. Der besonders schnelle Ladestart bei transparenten und vorher angezeigten Kosten wird von den Nutzer*innen geschätzt. Aktuell können so bereits mehr als 50 Mio. ausgegebene kontaktlose Girokarten der jeweiligen Hausbank als Ladekarte verwendet werden.

Da sich der Einbau von Kreditkartenlesern betriebswirtschaftlich schwer rechnen kann an AC-Säulen mit nur 1-2 Ladevorgängen pro Tag, sind in Giro-e inzwischen mehrere Alternativen zum Ladestart verfügbar wie die Registrierung anderer Zugangskarten zum Konto über Mitarbeiterausweise oder Fitness-Armbänder.

Auch Kreditkarten können mit dem neuen „Giro-e online“ nun durch Eingabe eines Kurzlinks oder Scannen eines QR-Codes vor dem jeweiligen Ladevorgang erfasst werden.

Die bewusst einfach gehaltene Web-Oberfläche führt dabei durch den Startvorgang. Auch hier ist die Kostentransparenz von Giro-e wesentlich. Vor dem tatsächlichen Ladestart werden Ihnen die aktuell gültigen Preise zur Bestätigung angezeigt.

 

 

 

 

 

 

„Giro-e online“ soll schon in wenigen Wochen an ausgewählten Ladesäulen für abschließende Nutzertests freigeschaltet werden. Das neue Modul wird an den bereits in Giro-e integrierten Ladesäulen ohne weitere Setup-Gebühren für die Betreiber automatisch als Zusatzangebot aktiviert.

 

Ihr Bäcker Schüren am Ladepark Kreuz-Hilden

Wer kennt ihn nicht? Roland Schüren, Inhaber von „Ihr Bäcker Schüren“ in Hilden, setzt schon seit vielen Jahren auf alternative nachhaltige Energien in der Backstube und in seinen Lieferfahrzeugen. Konsequent hat er schon vor Jahren seinen Ladepark Kreuz-Hilden mit 21 Ladeplätzen aufgebaut. Am „Hebdo“, dem überregional bekannten Stammtisch für Elektromobilisten, kommen jeden Samstag Vormittag Besitzer*innen von E-Autos aus ganz Deutschland und manchmal auch den Nachbarländern zum gemeinsamen Frühstück und Fachsimpeln.

Anfang Juli 2019 war es jetzt soweit: die erste AC-Ladesäule mit 2x 22 kW und der Triple-Charger mit 50 kW wurden mit Giro-e ergänzt. Ab sofort kann hier nun 24/7 nur mit der kontaktlosen Girokarte aufgeladen werden, ohne dass auf die Öffnungszeiten des Backstubenladens geschaut werden müsste – wobei einem dann außergewöhnlich gute Backwaren entgehen.

Die Eröffnung hat noch größere Wellen geschlagen als gedacht. Das an dem Tag gedrehte Video erfreut sich großer Beliebtheit, das Branchenportal electrive.net hat ebenfalls ausführlich berichtet.

Wir danken „buzzingDANZEI“ Nino und Sebastian Schaal für die ausführlichen Hintergrundberichte.

 

 

Giro-e Module in der Übersicht

 

Wir haben intensiv zugehört. Giro-e wurde in den letzten Monaten sehr stark weiter auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet. Einige Module decken nun auch spezielle Anforderungen ab.

  • Giro-e „classic“: Freischalten von Ladevorgängen nur mit der kontaktlosen Girokarte an Ladesäulen der mit uns kooperierenden Hardware-Partner und zeitnahe Abrechnung durch Einzug der Forderung beim Nutzer. Unser Kernprodukt besticht durch die einfache Anwendung.
  • Giro-e work: Nutzung des Ladepunktes im Unternehmen für eigene Dienstfahrzeuge, private E-Autos von Mitarbeitenden und Fahrzeuge von Gästen oder Nachbarn. Die jeweilige Abrechnung erfolgt vollautomatisch mit aussagekräftigen Statistiken.
  • Giro-e home: Mitarbeitenden zugeordnete Dienstfahrzeuge können am privaten Ladepunkt zu Hause aufgeladen werden. Regelmäßig erfolgt eine korrekt abgerechnete Stromgutschrift des Arbeitgebers an den Mitarbeitenden. Gleichzeitig kann der Ladepunkt für den privaten E-Auto-Zweitwagen oder für private Gäste kostenneutral genutzt werden. Verfügbar voraussichtlich in Q1/2020 an einzelnen Pilotstandorten.
  • Giro-e connect: Durch eine Kooperation mit Moovility.me können Ladevorgänge via App mit der Girokarte gestartet werden. Dies funktioniert auch dann, wenn die Ladesäule selbst noch nicht Giro-e fähig ist.
  • Giro-e billing: Als Betreiber von öffentlicher Ladeinfrastruktur können Sie die regelmäßigen Abrechnungen gegenüber den EMP, Ihre Roaming-Partner, komplett an Giro-e auslagern. Erforderlich ist ein technischer Zugang zu den CDR in Ihrem Backend.
  • Giro-e cashpoint: Statt Strom und Zeit werden Waren über eine SB-Kasse verkauft oder Spenden eingeworben. Per Touchscreen die Produkte/die Unterstützung in den Warenkorb legen und mit der kontaktlosen Girokarte in Sekunden bezahlen, ohne dass eine PIN-Eingabe erforderlich ist.
  • Giro-e order: Anstelle eines Touchscreens können Produkte oder Dienstleistungen über eine beliebige App von Ihnen verkauft werden. Mit einer API-Anbindung bezahlen Nutzer mit Giro-e direkt bei Ihnen. Perfekt zum Beispiel für eine Mieter-App im Wohnquartier.
  • Giro-e external: Sie haben einen RFID-Kartenleser in Ihrer Hardware und möchten damit komfortabel Zahlungen auslösen? Sie können von uns lernen, wie Girokarten ausgelesen und die Daten an uns übermittelt werden. Damit sind nahezu unbegrenzt Anwendungen möglich: Sharing von (Klein-)Fahrzeugen, Vermieten von Schließfächern, Verkaufen von Automatenprodukten, … Sprechen Sie uns gerne an.

Ihre Fragen zu den Modulen richten Sie gerne direkt per Mail an vertrieb@giro-e.de . Wir melden uns gerne.

 

Wie im Sportpark Loherhof Körper und Fahrzeug aufgeladen werden

Seit nun mehr als 25 Jahren gilt der Loherhof in Geilenkirchen – nördlich von Aachen – als Vorzeigeobjekt für umweltfreundliche Energieversorgung. Die Firma Franz Davids versorgt auf der alten Klosteranlage mehr als 400 Menschen mit Strom und Wärme aus regenerativen Energien. Der Energiebedarf ist enorm. Dazu gehören das Freshman-Institut der FH Aachen, mit über 350 Studierenden die auf dem Loherhof leben, sowie soziale Einrichtungen der Median-Gruppe. Im Jahr 1994 ist ein Sportpark mit Tennis- und Badmintonhallen, Fitnesscenter und Restaurant hinzugekommen. Außerdem wird dieses Jahr der Golfpark des Loherhof auf 18-Loch erweitert.

Durch eine 270 kW-Windkraftanlage wird der Strombedarf jenseits der Grundlast gesichert. Diese versorgt den Loherhof seit 1996 mit Strom und soll noch in diesem Jahr durch eine 750 kW Anlage „repowered“ werden. Die Grundlast wird durch zwei Blockheizkraftwerke gesichert. Hinzukommen PV-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 400 kW.

Somit erzeugt der Loherhof den größten Teil seines Strom- und Wärmebedarf selbst und betreibt ein kleines Versorgungsnetz.

Seit Februar 2019 ist die Reichweite der Nutzung von regenerativen Energien des Loherhof vergrößert worden. Durch sechs Lademöglichkeiten and drei Säulen möchten man dazu beitragen, dass die Elektromobilität in die Erfolgsspur kommt. Das Zwischenladen an Standorten wie dem Loherhof soll ein zentraler Bestandteil der Elektromobilität werden und somit zu einer flächendeckenden und einheitlichen Ladeinfrastruktur beitragen.

Dank der kontaktlosen Bezahlmöglichkeit Giro-E der GLS Bank und mit der durch Wind- und Sonne erzeugten regenerativen Energie, können alle Kunden ab sofort vergünstigt für 23 ct/kWh „tanken“.

Sie möchten es ausprobieren? Hierhin finden Sie die neuen Giro-e Ladepunkte: Moovility.me: Loherhof